Dienstag, 11. Dezember 2007
Makler und Werbeagenturen Reloaded
Hat da jemand in Übersee meinen Artikel gelesen ?

Auf jeden Fall ist die Kritik, die von dem Finanzmakler Brown kommt, schon ziemlich "deutlich": "... most of them couldn’t find their asses with both hands, a map, two helpers, and a GPS."

Ich hätte es vielleicht anders formuliert. ;-) Aber, wie kommt es, daß ich keinen Immobilienmakler kenne, der wirklich gute Erfahrungen mit Werbeagenturen gemacht hat ?

Ich glaube, es liegt zu einem großen Teil daran, daß die Immo- bilienbranche, erst Recht im Bereich *Makler*, zu klein (strukturiert) ist. Daraus folgen geringere overhead-Möglichkeiten, weniger ambitionierte Projekte, geringe Budgets.Daraus wiederum folgt ge- ringeres Interesse von Agenturen, die, wenn sie sich (mangels anderer Aufträge ?) um Aufträge bei uns bemühen, von keines Gedanken Blässe angekränkelt sind und einen Stuß erzählen, daß man Magengeschwüre bekommen könnte.

Und es ist schon ziemlich erheiternd, wenn man zuweilen mitbe- kommt, auf welch geringem Niveau Werbeagenturen versuchen, Aufträge zu erhalten. Da wird hemmungslos auf den Etat einer Wohnungsgesellschaft oder -genossenschaft geschielt - und glaubt allen Ernstes, es reiche aus, wenn man "Markenbildung" oder "Web2.0" stammelt.

... und so fühlen sich (nicht nur Immobilienmakler) ziemlich allein ge- lassen und behaupten "...80-100% of their tangible — read closed business, readily visible in the company bank account — has come from their (Hervorhebung durch den Verfasser) marketing ideas, not marketing pros." (Quelle: s.o.)

Ich glaube, daß sich hier die Schwächen von Agenturen verstärken. In großen (Konsumgüter-)Unternehmen gibt es genügend Profis, die sich darauf beschränken können, von Agenturen "coole Kampa- gnen" stricken zu lassen - in unserer, in der Masse kleinteiligen, Branche fehlt das Know-how. Für uns wäre es also (überlebens-)wichtig, daß eine Agentur weiß, was sie da tut - und sich ihre Arbeit auch in größeren Umsätzen, mehr Aufträgen für uns, ihre Auftraggeber niederschlägt.

Zur Ehrenrettung muß ich allerdings eines sagen: ich habe vor einigen Jahren ein (sehr) gutes Gespräch mit einer Werbeagentur gehabt, bei der ich den Eindruck hatte, daß die leute verstanden haben, worum es geht. Dies war so bemerkenswert, da diese "eigentlich" eher aus dem Bereich der Gestaltung kamen. :-)

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Montag, 10. Dezember 2007
Der Makler : EXIT
Nein, ich werde mich nicht aus der Immobilienwirtschaft verabschieden. ;-)

Dies ist der Name eines in den letzten Jahren sehr erfolgreichen Makler-Unternehmens namens *Exit (Realty)*.
Ich weiß nicht, inwieweit dieses einst in Kanada gestartete Franchise-Unternehmen eine Expansion nach Deutschland plant - ein Grund, diesen (Nicht-)Wettbewerber zu betrachten und seine Erfolgselemente zu diskutieren.

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Samstag, 8. Dezember 2007
Rezension Handbuch Briefing
So häufig haben Immobilienmakler nicht mit Werbeagenturen zu tun - zumindest nicht, wenn es über das Schalten von Anzeigen und Entwerfen von Flyern hinausgeht.

Sollten Makler es doch für notwendig erachten, konstruktiv und erfolgreich mit *Werbern* zusammenzuarbeiten, empfiehlt es sich, sich mit dem von den Autoren Louis Back und Stefan Beuttler geschriebenen und 2006 bei Schäffer-Poeschel erschienenen Handbuch zu befassen.

Die Komplexe Das Miteinander; Der Auftraggeber; Der Auftragnehmer; Das Briefing werden aufgelistet und dargestellt ... mit so sinnreichen Kapi-telüberschriften wie Partnerwahl; -qual; Briefing als Prozeßbrücke; Auf Heller und Pfennig; Was heißt hier Briefing.

Jede Menge Empfehlungen, das ehrliche Ansprechen von Macht-/Hahnen-kämpfen und wie man ihnen entgehen könnte, sowie die Darstellung einiger Fälle (besser hätte man *Fallen* sagen sollen) aus der Praxis.

Bewertung
Einstellung: ***
Verkaufstechniken: .....
Nebenleistungen: **
Transformation: ***

Für mich als Nicht-Werber eine gelungene Sache.

Bisher rezensiert:
Winning II
Brain Script
Closing
Limbeck

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