Sonntag, 15. Februar 2009
Interview
... mit dem CEO von Century21, Tom Kunz.

Century 21 Real Estate Pulls Plug on TV Ads


Century21 kommt wohl doch nicht nach Deutschland ist die bekannteste brand unter den us-amerikanischen Maklerketten. Nach eigenen Angaben ist man der Franchisegeber der Welt größten "residential real estate sales organization"mit "approximately 8,500 independently owned and operated franchised broker offices in 64 countries."

In früheren Jahrzehnten bekannt für das firmentypische gelbe/goldene Jackett der Makler/-innen heißt jetzt der Slogan the gold standard

Kunz spricht über die seiner Meinung herausragende Möglichkeit für Konsumenten zu (sehr) günstigen Preisen zu erwerben und (Achtung, Achtung, Achtung) daß man (Werbe)Geld aus anderen Medien, insbesondere TV, herausnimmt und stattdessen in Online-Werbemöglichkeiten investiert.

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Donnerstag, 12. Februar 2009
Shop Konzept neu
Nun wollen wir uns derzeit nicht damit beschäftigen, daß - anders als einst gemeint - die gestlyled-teren Maklerbüros eines Unterneh- mens als Ausdruck des *shop concept* beschrieben werden.

Nur so eine Idee:
Stellen wir uns vor, innerhalb einer Bank, eines Baumarktes, eines Einrichtungshauses hätten wir shop-in-shop-Konzept für ein Maklerbüro und verwenden wir für die Beschreibung einen Text eines Modeunternehmens

"Der Makler nützt dem Partner (Bank, etc.) nur, wenn der Kunde ihn auf der Fläche als Marke erkennt!“

Einzelpräsentation ist das Prinzip unseres hochwertigen Shop- systems. Es unterstreicht die Wertigkeit unserer Dienstleistung und ermöglicht schnellen Überblick und Kontaktaufnahme. Der Gesamt- eindruck bleibt konstant gepflegt.

Dabei können neben Rückwänden und Tischen auch ausziehbare Präsentationselemente, elegante Servicecounter, Rundelemente und Hängepräsenter zum Einsatz kommen. Material und Farben unserer Möbel sind stilvoll arrangiert – ein passendes Ambiente, das dem hochwertigen Anspruch der Marke Super-Makler gerecht wird.

Jeder Ihrer Bank-Kunden wird diesen Raum als Ruhepol zur allge- meinen Reizüberflutung wahrnehmen.

Mittels einer kompetenten Beratungsplanung und einer kontinu- ierlichen Kontaktanalyse sind Sie bei uns bestens für erfolgreiche Zusammenarbeit gerüstet.

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Mittwoch, 11. Februar 2009
Shiller über Finanzmarkt und Immobilienblase
Ein schönes Interview mit Shiller führt(e) die FAZ

"Der Ursprung der Krise ist der Häusermarkt, da gibt es kein Ver- tun. Dort hatte sich eine Reihe von wirren Vorstellungen breitge- macht. Eine von ihnen war die Annahme, dass Hauspreise immer nur steigen und niemals fallen können und dass die Investition in ein Haus zu jedem Zeitpunkt eine phänomenale Anlage darstellt. Das war, wie sich inzwischen herausgestellt hat, eine grobe Fehleinschätzung.

Das war keine "grobe Fehleinschätzung", sondern mit einem bißchen Verstand unter dem Haaransatz, hätte man Wetten darauf abschließen können, daß die Blase platzt.

FAZ-Frage: "Wie kommt es dazu, dass Menschen sich zu so irrigen Annahmen verleiten lassen?"

Shiller: "Außerdem steckten natürlich auch handfeste wirtschaftli- che Interessen von Maklern und anderen dahinter, die die Men- schen in ihrer falschen Einschätzung bestärkt haben."

Kunden (Verkäufer und Verkäufer) werden nur von einer Seite in ihrer (falschen) Einschätzung bestärkt: von den Kreditinstituten, die diesem Kunden diese Immobilie finanzieren.

Was soll man sich vorstellen ? Daß ein Immobilienmakler sagt "Ja, Herr Verkäufer, es gibt zwar einen Kaufinteressenten, der 400.000 $ für ihr Haus zahlen will und dies auch von seiner Bank finanziert erhält aber ich finde, das Haus ist nur 300.000 $ wert ?"

Makler können immer nur den derzeitigen Markt abbilden mit all seinen (falschen) Einschätzungen. Und wenn es politischer Wille ist, koste es, was es wolle, seine Klientel zu bedienen und ihnen (zu) große Häuser zu finanzieren, gibt es keinen Makler, der das verhindern kann.

Ein britischer Journalist schrieb unlängst, daß die babyboomer noch in jeder Situation und in jeder Krise mit Hedonismus reagiert hätten. Der aktuelle Hedonismus zeigt sich darin, die eigenen polit. induzierten Fehleinschätzungen anderen (kleinbürgerlichen Maklern in dem Fall) aufzubürden.

Man hört das zwar nicht gerne aber so ist es. Man darf es erneut erwähnen: Es gab massive Warnungen gegen die "lockere Vergabe" von Immobilienkrediten. 1999 spekulierte die NYT über einen zukünftigen "bailout" von Fannie+Freddie und 2002-04 gab es US-Kongreßabgeordnete, die versuchten, diese vermeintlichen Wohltaten wieder einzufangen, wie man z.B. hier sehen und lesen kann.

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