Montag, 21. Januar 2008
Du bist ein Immobilienmakler
Du bist Immobilienmakler, wenn mindestens 7 von 20 Anzeichen auf Dich zutreffen:

1. Du erledigst mehr Schreibarbeiten im Auto als im Büro
2. Mit Dein monatlichen Handykosten könnte man in Benin zwei komplette Dörfer versorgen.
3. Du kannst telefonieren, eine E-Mail beantworten, ein Fax versenden, zu Mittag essen, ein Exposé erstellen und Dein Kind erziehen ... zur gleichen Zeit.
4. Wie für jeden vernünftigen Menschen gibt es auch für Dich eine Tageszeit, zu der Du keinen Gedanken an die Arbeit verschwendest und ausspannen kannst: morgens zwischen 3 und 4 Uhr.
5. Du arbeitest freundlich und entgegendkommend mit Deinem Maklerkollegen bei einem Gemeinschaftsgeschäft zusammen ... obwohl der natürlich weit weniger kompetent ist und Du eigentlich die komplette Arbeit allein erledigen mußt.
... und dafür bekommt ER die halbe Provision.
6. Du bist unterbezahlt.
7. Bei drei von fünf der von Dir meistfrequentierten Restaurants gibt es Hühnchen süß-sauer... für 3,50 Euro.
8. Du bist für Deine Kunden Finanzberater, Gedankenleser, Eheberater, Entertainer, Studienberater für die Kinder, Akrobat, Seelsorger.
9. An dem Morgen, an dem Dein Sohn in der Schule erzählen soll, was sein Vater beruflich macht, rätst Du ihm zu sagen, sein Vater säße im Gefängnis.
10. Egal wir hart Du arbeitest, wie kompetent Du bist: ALLE glauben, Du wärst überbezahlt.
11. Du sagst von Anfang an den Verkäufern, daß der Preis sehr hoch angesetzt ist und eine Reduzierung besser wäre, um genügend Interessenten zu erhalten.... das sagt Du während der gesamten Laufzeit des Maklervertrages. Nach Auslaufen nehme sie einen anderen Immobilenmakler, senken den Preis und verkaufen die Immobilie.
12. Du bist unterbezahlt.
13. Kommst Du nach einem dreitägigen Kurzurlaub zurück in das Büro, fragen Dich Deine Kunden, wie Du Dir 3 Wochen "Auszeit" erlauben konntest.
14. Du zeigst Deinen Kunden im Laufe von 3 Monaten mehrere Einfamilienhäuser, die ihren Wünschen entsprechen, ohne daß es zum Abschluß käme... um ein halbes Jahr später zu erfahren, daß sie eine Eigentumswohnng gekauft haben, die sich doch nie wollten.
16. Bei dem Wort "Kaltakquise" bricht Dir auch nach Jahren noch der kalte Schweiß aus.
17. Deine eigene Schwester entscheidet sich, lieber ohne Makler zu verkaufen.
18. Du bist ein Meisterkoch ... mit der Mikowelle.
19. Bei jeder zweiten Besichtigung eines Hauses stellst Du fest, daß
a) ein anderer Makler im Büro einen oder mehrere Schlüssel vertauscht hat oder .
b) der Nachbar was von Bombentreffern/Überflutungen/Knacken im Gebäude erzählt
20. Du bist unterbezahlt.

Vielen Dank an den agentgenius.com, dessen Aufstellung aus der Sicht von US-Maklern hier "eingedeutscht" wurde.

... link (2 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 20. Januar 2008
Denkmäler und Makler
Beim Verkauf von Denkmalschutz-Immobilien sind Immobilienmakler häufig überfragt.


Es gibt Details wie Fördermittel, Abschreibungssätze, gesetzliche Regelungen, die schnell dazu führen, daß der normale Makler, der gewohnt ist, die Gebrauchtimmobilie von Privatleuten anzubieten oder die von einem Bauträger angetragenen Bauvorhaben zu verkaufen.

Das muß nicht unbedingt ein Nachteil sein,. Viele Vorwürfe, die "mal eben schnell" auf Immobilienmakler niederprasseln, haben mit diesen gar nicht so viel zu tun. Enttäuschte Erwerber von "Steuerspar-" oder sonstigen "Kapitalanlage-Immobilien" haben diese idR nicht über den Makler gekauft, sondern über "Finanzberater" oder auf solche Immobilien spezialisierte Vertriebe.

Es gibt keinen Grund, den Verkauf von "sondergeförderten " Immobilien abzulehen, nur erfordert es eben mehr Kenntnis als das business as usual. Auch ist es notwendig, sich sehr kompetente Partner zu suchen, denn wenn dem Interessenten "mehr" geboten wird, ist dieser auch "länger" und "intensiver" im Kontakt mit dem Makler.;-)

Hier ein schöner Artikel zu Denkmälern in der FAZ:
http://tinyurl.com/34h2j6

... link (2 Kommentare)   ... comment


Freitag, 18. Januar 2008
ARD-Sendung über (Immobilien-)Heuschreucken
Einen Hinweis auf eine ARD-Sendung vom Mittwoch gibt es hier:

http://ostimmobilien.blogspot.com/2008/01/non-performing-loan.html

Hier ein FAZ-Artikel, der sich mit dem gleichen Thema befaßt (auch mit einem Kommentar von mir)
http://tinyurl.com/2q8yqk

Ich habe die Sendung gesehen und leider erging sie sich mehr in "Empörung", als das sie informierte.

Z.B. wirkten einige der dargestellten Personen/Umstände nicht so ganz glaubwürdig. Da wurde berichtet, ein Schuldner habe "immer pünktlich" gezahlt, erzählt aber etwas von vielen Gesprächen, die er mit der Bank geführt hätte ... das ist bei ordnungsgemäßer Bedienung eines Kredits "im Allgemeinen" nicht notwendig.
Auch wurde beiläufig erwähnt, man habe bei der Bank mit der Frau X "von der Sanierungsabteilung " gesprochen ... das ist meiner Kenntnis nach der Bereich einer Bank, der sich mit "notleidenden Krediten", mit Zwangsversteigerungen befaßt ... da paßten einige Aussagen nicht so ganz zusammen.

Schön, daß sich der ehemalige Minister Baum hier engagiert. Gab es nicht um 2000 "Gerüchte", daß seine Kanzlei Private Equity Fonds als Mandanten habe ... sind diese nicht auch als "Heuschrecken" bekannt ? Ich bitte um Aufklärung.

Ich finde solche Sendung nützlich und wichtig. Wenn diese aber mehr verschleiern als auf- und er-klären, dann kann man damit nicht viel anfangen.

... link (2 Kommentare)   ... comment